Parkett

Diese Fragestellung lässt sich leicht beantworten. Kaum ein anderer Bodenbelag besitzt so viele Vorteile auf einmal, denn nicht nur die Optik des Parketts, mit seiner natürlichen Ausstrahlung liegt voll im Trend. Auch die gesundheitlichen Aspekte von Parkett sind ein echter Pluspunkt gegenüber anderen Bodenbelägen. Parkett verbreitet eine warme Wohnatmosphäre. Besonders Allergiker wissen das zu schätzen, denn bei Parkett haben Keime und Bakterien keine Chance! Und in den Gebrauchseigenschaften, scheut das Parkett keinen Vergleich mit seinen Bodenbelagskollegen: Parkett ist langlebig, zeitlos und einfach zu reinigen. Ein weiteres Plus: Parkett ist mehrmals renovierbar. Welcher andere Bodenbelag kann das auch?

Mosaikparkett
8mm Massivparkett mit klassischer Optik und einer Vielzahl an Verlegemustern und Holzarten. Mosaikparkett ist zeitlos, langlebig und preiswert.

Lamparkett
10mm Massivholzparkett, die harmonische Eleganz paßt vor allem zu Altbau-Renovierungen. Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und Zwischengrößenoptik.

Stabparkett
Traditionelles Parkett mit flächiger Optik. Durchgängig massiver Aufbau in 15/22mm. Eignet sich besonders für großzügige Räume.

Hochkantlamellenparkett
Industrieparkett mit gerader Linie und Lamellenoptik, geeignet für höchste Beanspruchung im Objektbereich oder auch für modernes Wohnen.

Zweischichtparkett
Der ideale Boden für alle, die renovieren oder Parkett mit anderen Bodenbelägen kombinieren wollen. Eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten bietet dieses Einzelstabparkett. Wählen Sie aus der Vielfalt der Verlegemuster, Holzarten und Verlegearten. Es ist sehr strapazierfähig und durch die mehrmalige Renovierbarkeit sehr langlebig. Zudem ist es durch die Sperrwirkung der Lagenleimung ein äußerst geeignetes Parkett auf einer Fußbodenheizung.

Dreischichtparkett
Dank der optimalen Formstabilität von 3-Schichtparkett ist sowohl eine schwimmende Verlegung als auch eine vollflächge Verklebung möglich. Eine mehrmalige Renovierbarkeit bei verklebtem Parkett gewährt eine lange Nutzungsdauer. Die Oerflächen werden sowohl versiegelt, als auch geölt angeboten.

Im Wesentlichen gibt es zwei Arten der Verlegung von Parkett:

Verklebt
Das Parkett wird direkt und vollflächig auf einem geeigneten Unterboden verklebt. Dadurch entsteht eine sehr geringe Trittschallentwicklung – Federn, Vibrieren oder Nachgeben beim Begehen des Parkettbodens tritt nicht auf. Ein weiteres Plus, der verklebte Boden weist bessere Wärmedurchlaßwiderstände auf, weil kein Isolier- bzw. Zwischendämm-Material eingesetzt werden muß. Durch die vollflächige Verklebung wird das Quell- und Schwindverhalten stark reduziert. Bei dieser Verlegeart haben sie sehr gute Gestaltungsmöglichkeiten, außerdem wird eine fugenlose Anpassung an Türzargen, Treppenpfosten und andere feste Bauteile, sowie schöne Ãœbergänge zu anderen Räumen oder anderen Bodenbelägen, wie Fliesen möglich.

Schwimmend
Bei der schwimmenden Verlegung werden Nut und Feder miteinander verleimt/ Klickverbindungen eingerastet, jedoch nicht mit dem Untergrund. Unter das Parkett wird eine Dämmunterlage ausgelegt um den Trittschall zu minimieren. Diese Verlegeart kann auch von geübten Heimwerkern ausgeführt werden. Renovierungen bei schwimmend verlegtem Parkett sollten vom Fachmann ausgeführt werden.

Für jeden Geschmack und Bereich bieten wir eine Vielzahl von Verlegung an:

3-Stab mit Würfel
geordneter Verband im Flechtmuster mit Einlage, meist in verschiedener Holzart, diagonale Verlegerichtung

Doppelt Fischgrät
geordneter Verband in winkliger Ausrichtung (90 Grad) mit doppelter Stabanordnung, gute Spannungsverteilung

Englischer Verband
geordneter Verband in einheitlicher Ausrichtung mit einem definiertem Versatz
(1/2 oder 1/3)

Schriftverband
wilder Verband in einheitlicher Ausrichtung für alle Parkettarten (außer Mosaik)
und Landhausdielen

Würfel
geordneter Verband in winkliger Ausrichtung mit jeweils gegenläufiger Stabanordnung, gute Spannungsverteilung

Sie wollen ein Parkett und trotzdem nicht auf Ihre Fußbodenheizung verzichten?

Das ist kein Problem, denn aufgrund des ähnlichen Quell- und Schwindverhaltens von Parkett und Estrich unter Wärmeeinwirkung, treten im Gegensatz zu anderen Bodenbelägen keine so starken Spannungen in der Klebezo ne auf. Die Wärmedurchlasswerte von Parkett sind sehr gut, so daß sich die Wärme gleichmäßig verteilen kann. Natürlich gibt es Holzarten, die besser zur Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet sind, als andere. So reagieren beispielsweise hellere Holzarten (vor allem Buche und Ahorn) schnell auf Klimaveränderungen und schwinden und quellen stärker als dunklere Holzarten. Auch bei der Wahl der Parkettart gibt es kleine Unterschiede. Grundsätzlich sind die 2-Schichtparkettarten aufgrund der geringeren Stärke zur Verlegung auf Fußbodenheizung besser geeignet als stärkere Produkte.

Der Wärmedurchlasswert gibt den Widerstand an, den der eingesetzte Bodenbelag, der abfließenden Wärme entgegensetzt. Bei einer Fußbodenheizung gilt die Faustregel, je kleiner der Wärmedurchlasswert, desto besser kann die Wärme an den Raum abgegeben werden.
Laut DIN EN 1264 darf der Wärmedurchlaßwiederstand nicht höher als 0,15 m² K/W betragen.

Beispiele:

Zweischichtparkett ca. 0,065 m² K/W
Mosaik Parkett ca. 0,038 m² K/W
Lam-Parkett ca. 0,048 m² K/W
Stabparkett ca. 0,105 m² K/W
Hochkantlamellen ca. 0,105 m² K/W
3-Schichtparkett ca. 0,100 m² K/W

Wichtige technische Informationen:

Bei Betrieb einer Fußbodenheizung entsteht im Bereich der Fußbodenoberkante des Fußbodens eine geringere Luftfeuchte als im Raum. Dadurch entsteht eine geringere Holzfeuchte. Das führt zum Schwinden des Holzes und somit zu Fugen.

Die Oberkantentemperatur soll 26°C nicht überschreiten!

Bei Massivparkett sollten schmale Elemente (unter 70mm) eingesetzt werden. Selbst bei vorgeschriebenem Klima von 20°C/50% rel.Luftfeuchte und einer OK-Temperatur von 26°C entsteht bei Eiche mit einer Breite von 77mm eine unvermeidbare Fuge von ca. 0,5mm!

Mehrschichtparkett verhält sich bezgl. der Fugenöffnung aufgrund der Sperrwirkung der Lagenverleimung günstiger.

Es sollten grundsätzlich Holzarten mit einer langsamen Feuchtewechselzeit eingesetzt werden.

Eine fachgerechte Verlegung unter Beachtung der fachlichen Regeln ist eine zwingende Voraussetzung.

Zusammenfassung:

Die Möglichkeiten für den Einsatz von Holzbelägen auf beheizten Fußbodenkonstruktionen sind bestens gegeben. Grenzen ergeben sich bei verschiedenen Produktkonstruktionen und Holzarten aufgrund des natürlichen Verhaltens des Stoffes.

Voraussetzung ist eine ordnungsgemäß eingebaute und betriebene Fußbodenheizung mit einer Begrenzung der FBOK von 26°C und eine fachgerechte Verlegung.